============================================= DER KNAUSERER die 1. Online-Zeitung fuer Sparsame ============================================= Ausgabe 01/2004 Knauserer-Homepage: www.knauserer.com ----------------------------------------------------------------------- Inhaltsverzeichnis: * Taschengeld: der Vorhof zur Konsumhölle? * Einfach Leben - einfach essen (gut muss nicht teuer sein) * Chemie im Haushalt: Verwaschenes selber färben * Knauserer des Monats: Ingvar Kamprad (IKEA-Gründer) * Chaos im Briefkasten: Stoppt die Werbeflut * Energiesparprodukte vom Fachmann * Mit kleinen Tipps viel sparen * Helfen Sie sparsame Ideen zu finden! ----------------------------------------------------------------------- Zunächst: ein gutes neues sparsames Jahr! Und auf der Homepage gibt es Neues bei den News und bei den Forschungen eine neue Strickanleitung. ----------------------------------------------------------------------- * Taschengeld: der Vorhof zur Konsumhölle? Vor gut 2 Monaten hat mich ein E-mail erreicht, das mich sehr gefreut hat. Einer meiner jüngsten Leser wollte wissen, wie sie sinnvoll ihr Taschengeld sparen kann (oder noch mehr davon). Gefreut hat mich das E-Mail, weil sich offenbar eine Leserin sehr in- tensiv mit ihrer Tochter über Sparen und Konsum auseinandersetzt und dazu auch den Knauserer verwendet und andererseits, weil ich ein neues Thema gefunden hatte, mit dem ich mich noch nie beschäftigt habe. Es war für mich schwieriges Neuland, aber in gar nicht allzuferner Zukunft wird dieses Thema auch mich ereilen. Ich habe das Thema sehr ernst genommen und wirklich intensiv recher- chiert. Dabei habe ich ungewöhnliche Schützenhilfe bekommen. Als ich neulich das Fondsparen für meinen kleinen Sohn abgeschlossen habe, lag auf dem Schalter meiner Bank (der BTV) eine Broschüre mit dem Titel "Mama, ich brauche mehr Geld - Was Eltern Kinder über Geld beibringen können" auf. Das Studium dieser Lektüre hat mich erstaunt. Da ruft doch glatt eine Bank dazu auf, Kinder dazu zu erziehen, dass sie WENIGER Schulden machen. Die Broschüre war so gut, dass ich sie zur Grundlage dieses Artikels machen kann. "Kinder und Jugendliche hatten noch nie so viel Geld in den Händen wie heute - und sie kommen immer weniger damit aus." Es gehört zur Erziehung dazu, dass man Kinder und Jugendliche auch zu Unabhängig- keit im finanziellen Bereich vorbereitet. Mit 18, wenn man schon mit Bankomat- und Kreditkarte ausgestattet wird, kommt diese Er- ziehung schon zu spät. A. Warum ist eine gezielte und bewußte Finanzerziehung notwendig? - Kinder fordern und wenn sie alles bekommen, lernen sie die Grenzen der finanziellen Möglichkeiten nicht kennen - Kinder lassen sich sehr leicht vom Konsum verführen. - Kinder und Jugendliche hätten keine Hemmungen (und haben sie auch nicht) sich zu verschulden. "Eine Umfrage unter 1000 Schülern ergab, dass der Großteil der Schüler und Schülerinnen sich eher verschulden würde, als auf etwas zu verzichten." Scheu vor Schulden ist Erziehungs- sache. B. Wie sieht eine Finanzerziehung konkret aus? 1. Eltern sind Vorbild. Kinder beobachten ihre Eltern und lernen davon. Unser eigenes Verhalten ist also sehr prägend. 2. Finanzerziehung und Verhalten der Eltern dürfen nicht im Sinne "Wasser predigen und Wein trinken" vermittelt werden. 3. Über Geld mit Kindern reden!!! Und zwar in Form eines Dialoges! 4. Lernen durch Tun - deshalb ist Taschengeld immens wichtig. Die Verwendung von Taschengeld vermittelt einen Eindruck, was etwas kostet. "Wenn ein Kind am eigenen Leib erfährt, was passiert, wenn es seine finanziellen Möglichkeiten überschreitet und dann kein Geld mehr für Süßigkeiten und Eis, [...] da ist, dann lernt es nachhaltig." "Lassen Sie Ihre Kinder erfahren, wie es ist, pleite zu sein. Solange sie noch nicht volljährig sind, ist das, im Vergleich zur Zeit nach dem 18. Geburtstag noch kein großes Problem! 5. Sprecht auch mit dem Partner und dem näheren Umfeld über die geplante Finanzerziehung. Die beste Erziehung nützt nichts, wenn Omas Geldbörse immer offen steht. C. TASCHENGELD ABER RICHTIG! Rund ums Taschengeld gibt es wichtige Spielregeln, die man beachten muss, um das Taschengeld zu einer zielführenden Maßnahme zu machen: 1. Höhe Der deutsche Kinderschutzbund schlägt folgendes vor: unter 6 Jahre wöchentlich 0,50 EUR 6 - 7 wöchtenlich 1,50 8 - 9 wöchtenlich 2,50 10 monatlich 12,50 11 monatlich 15 12 monatlich 17,50 13 monatlich 20 14 monatlich 22,50 15 monatlich 25,50 16 monatlich 30,50 17 monatlich 41 18 monatlich 56 alles natürlich nur, wenn es im Rahmen der finanziellen Möglich- keiten der Eltern liegt. Wenn nicht, unbedingt drüber reden! 2. Taschengeld ernst nehmen - und REGELMÄSSIG auszahlen! 3. Mit Geld keine Macht ausüben (mehr dazu später) 4. Die Höhe des Taschengelds wird einmal festgelegt und nicht wahlweise verändert. Es ist keine "weiche Währung". 5. Das Kind sollte über die Verwendung selbstständig entschei- den dürfen. Hilfestellung ist erlaubt, Bevormundung verboten. Ihr Kind MUSS Fehler machen!! 6. Jugendlichen, die ihr Taschengeld gut im Griff haben, kann man noch weitreichendere Rechte einräumen in Form von Budgets. Ihnen werden notwendige Bereiche wie Kleidung, Sparen, Schulartikel etc. übertragen in Form eines Budgets. Schöne Idee finde ich. 7. Taschengeld sollte nicht an Arbeit gekoppelt sein. Wohl aber die Möglichkeit, sich durch Arbeit das Taschengeld aufzubessern. Kinder sollten im Haushalt mithelfen, deshalb ist es nicht sinnvoll, Kindern das Taschengeld aufzubessern nur weil sie den Tisch einmal abgeräumt haben - das ist eine Selbstverständ- lichkeit. Wenn sie aber mal den Rasen mähen, Auto waschen oder einen größeren Botengang machen, dann darf man das Taschengeld durchaus aufbessern. Jugendliche ab dem 15. Lebensjahr sollte man dazu anhalten, dass sie sich Geld dazuverdienen (Babysitten, Ferialarbeit etc.) D. GELD IST KEIN ERZIEHUNGSMITTEL Ganz schlecht - so die Erstellerin der Broschüre - Geld und Schulnoten zu koppeln: "Wenn Kinder oder Jugendliche für gute Schulnoten mit Geld belohnt werden, erfahren sie vor allem eines: Gute Noten sind für meine Eltern so wichtig, dass sie dafür zahlen. Dadurch wird enormer Druck ausgeübt, denn mit der schlechten LEistung fällt nicht nur das Geld, sondern auch die damit empfundene Anerkennung durch die Eltern weg." Ebenso schlecht sei es auch Geld und Benehmen zu koppeln: "Hier lernen Kinder und Jugendliche, dass man für alles zahlen bzw. sich auch von schlechtem Verhalten freikaufen kann." Beziehungen und Geld müssen getrennt werden! E. KRISENMANAGEMENT - was ist, wenn ... * Das Kind ist immer pleite: Das Taschengeld in kleineren Raten auszahlen und mit dem Kind vereinbaren, dass automatisch ein kleiner Sparanteil einbehalten wird, der dann gemeinsam auf die Bank getragen wird. * Das Kind gibt das Geld nur für Kleinkram und Süßes aus: sinnvolle Investitionen fördern, indem Geld zugeschossen wird. Vielleicht ist auch das Taschengeld zu hoch. Am besten mit dem Kind einen Höchstbetrag für den Klein- kram vereinbaren. Als Schlusswort möchte ich einen schönen Satz aus der zitierten Broschüre nehmen: "Je größer das materielle Interesse eines Kindes ist, desto größer ist in Wahrheit sein Bedürfnis nach Zeit und Zuwendung." Und weiter: "Wer Abenteuer bestehen, Nestwärme erhalten, wer Aufmerksamkeit, Anerkennung, Freunde gewinnen will und dazu in seinem Alltag keine Gelegenheit findet, kann sehr leicht diese Bedürfnisse woanders, im Konsum, ausleben. Greifen Sie die ursprünglichen Bedürfnisse auf, machen Sie alternative Angebote und weisen Sie damit der kurzfristigen Ersatzbefriedung die Tür." ----------------------------------------------------------------------- * Einfach Leben - einfach essen (gut muss nicht teuer sein) Laßt uns wieder mal über das Resteverwerten nachdenken. Man wirft dabei weniger weg und kann bei der Kochplanung sich auf wenige Zutaten beschrän- ken. Fleischkas - Leberkäse (Gebratenes Fleischmus - DIE Jause schlechthin in Österreich) Gebratene oder gesottene Reste von Schweine- und/oder Rindfleisch, Salz, Pfeffer, feingehackte Zwiebel, Schnittlauch Fleischreste durchdrehen, mit Salz und Pfeffer würzen, feingehackte Zwiebel untermengen, mit Schnittlauch bestreuen. Menge wie einen Kuchen im Rohr backen. Wienerschnitzelgedächtnislaibchen Von den Wiener Schnitzeln ist wie üblich viel Panade übrig geblieben? nehmt etwas Mehl, Ei und Semmelbrösel, formt daraus Laibchen, die man mit feingeschnittener Wurst oder gehacktem Schinken verfeinern kann und backt diese im übriggebliebenen Fett heraus. Mit Salat servieren. Schwarzbrotauflauf mit Obst 500 g Schwarzbrot, 500 g Äpfel, 1 Glas Himbeergeist, 150 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1/2 l heiße Milch, 1 Prise Salz, 3 Eier, etwas Butter Die Brotreste in kleine Würfel schneiden, mit Salz und Zucker be- streuen und mit der heißen Milch aufgießen. Masse zudecken und ziehen lassen. Jetzt die feinblättrig geschnittenen Äpfel dazugeben und vermischen und die feuchte Brot-Obst-Masse in eine gebutterte Auflaufform geben, glatt streichen, Butterflocken darauflegen und bei 200 ° etwa 50 Minuten backen. Fleischauflauf vom Braten vom Vortag kleinwürfelig geschnittene Bratenreste, 1 feingehackte Zwiebel, 1 EL Mehl, 40 g Öl, 1/8 l Weißwein, 1/8 l Bouillon, 100 g Champig- non, Salz, Pfeffer, 1-2 Eier, 200 g Teigwaren oder Reis (sowohl der Braten als auch die Teigwaren/Reis könnten Reste sein) Der Wein, die Bouillon, das Öl, Salz, Pfeffer und die Champginons werden 10 Minuten lang leicht gekocht. Es entsteht eine dicke Sauce. In eine feuerfeste, bebutterte Form gibt man abwechselnd eine Schicht Teigwaren/Reis und eine Schicht kleingeschnittenen Fleischreste, darauf die Sauce. Obenauf muss eine Teigwaren/Reis- Schicht sein. Die restliche Sauce darübergießen, mit Butterflocken bestreuen und in einer Auflaufform 35 Minuten backen. Risi-Pisi Kampf den Reisresten 4 EL gehackte Zwiebel, 2 EL gehackte Petersilie, 30 g Butter, 125 g Reis, 300 g Erbsen, Salz, Pfeffer, eventuell 3 EL gerie- bener Käse Butter erhitzen und die Zwiebel anbraten. Restereis hinzugeben und umrühren. Die gedämpften Erbsen, die Gewürze und die Peter- silie mit dem Reis vermengen, nochmals gut umrühren. Eventuell mit Käse bestreuen und mit grünem Salat servieren. Aus unserem Diskussionsforum: Für eine Leserin fragte ich: Kennt jemand von euch ein Rezept, wie man verpatzte Kekse wieder- verwerten kann? Besonders interessant wäre ein Kuchenrezept - wenn es sowas gibt! Antwort von Berta In eine Punschfülle kann man so ziemlich alle Mehspeisreste (gut zerkleinert)hineintun. Glasur fertig aus dem Becher. Und noch einige schöne Rezepte von der Seite http://mitglied.lycos.de/recept/1/masodik.html. Wenn zuviel Eiklar übrigbleibt: Käsekrapfen 4 Eiklar, 150 geriebene Parmesankäse, Öl zum Ausbacken. Eischnee schaumig schlagen und mit geriebene Parmesankäse vermengen. Mit ölnassen Löffel Krapfen ausstecken und in heissem Öl goldgelb ausbraten. Auf einen küchenkrepp abtropfen lassen. Wenn Gulasch übrigbleibt: Fleischpastete 250 g Gulasch, 50 g Buter, 1 EL kleingehackte Petersiliengrün. Pörkölt durch Fleischwolf drehen, dann mit Wweichem Butter und Petersiliengrün vermischen. Als Brotaufstrich hervorragend. ----------------------------------------------------------------------- * Chemie im Haushalt: Verwaschenes selber färben Not macht erfinderisch - heißt es. Ich habe momentan ein Problem in Form eines Pullovers. Tolle Qualität, moderner Schnitt vormals hellblau. Dann habe ich noch eine Strampelhose. Vormals hellgelb. Nachdem sich neulich bei mir ein schwarzer Socken in der Wäsche ver- krochen hat, sind jetzt beide Stücke grau. Besonders beim Pullover hat mich das furchtbar geärgert, weil wenn ich Kleidung kaufe, dann kaufe ich Qualität. Also habe ich mich entschlossen, mich mal etwas intensiver mit dem Färben zu beschäftigen. Natürlich könnte ich ins Geschäft laufen und mir Farben kaufen. Aber da das gute Stück nunmal "fast" ruiniert ist, habe ich mich zu einem Versuch entschlossen: dem Färben mit Naturfarben. Vorgehen Anfertigen eines Beizbades aus Alaun (gibt es in der Apotheke, 10 g = 40 cent). Dort eine Stunde ziehen lassen. Die Blüten/Blätter herrichten. Das Verhältnis der Pflanzen zum Stoff sollte 1:1 sein. 1kg Stoff = 1kg Pflanze. Die Blüten/Blätter in eine Mousselintuch geben (ich habe einen alten, dünnmaschigen Stor verwendet). Ins Wasser geben und aufkochen lassen. Färbegut tropfnass ins Farbbad legen und zwar so, dass das Färbegut mit Wasser bedeckt ist. Ab und zu leicht bewegen, Färbedauer je nach Farbton, mindestens aber 30 Minuten. Dann mit einem Feinwaschmittel in der Waschmaschine waschen. Keine Hexerei oder? Farben Naturfarben sind gewöhnlich etwas gedeckt, also nicht die Knallfarben, wie wir sie eigentlich gewohnt sind. Entscheidend ist natürlich auch die Farbe des Ausgangsstoffes. Ist er hellblau wie in meinem Fall, dann hat das natürlich Einfluss auf die Farbe die zum Schluss rauskommt. Wie komme ich jetzt aber mit einheimischen Pflanzen zu den unter- schiedlichen Farben? GELB Schöne Ergebnisse erzielt die gemeine Speisezwiebel (von orange bis gelb). Das schöne ist zum Färben braucht man die trockenen äußeren Schalen (die Dinger, die man für gewöhnlich wegwirft). Verhältnis 1 kg Schalen zu 1 kg Stoff, Beize: Alaun. (weitere GELBerzeuger: Schafgarbe, Sonnenblumenblütenblätter) DUNKELBRAUN Auch hier kann man wunderbar recyclen, denn dunkelbraun färbt die Walnussschale (vor allem die grüne Schale). (weitere Braunerzeuger: Eicheln (hier Verhältnis 3:1), HELLGRÜN Für einen zarten hellgrünen Ton sorgt die Tagetes und zwar die VER- BLÜTEN Blütenköpfe. GRÜN Für einen satteren Grünton sorgt Zinnkraut (und das ist ja schnell gesammelt) (weitere Grünerzeuger: Birkenrinde und Birkenblätter, Goldrute, Johanniskraut, Stiefmütterchen, Maiglöckchen - vorsicht giftig) ROT Am ehesten noch Hibiskusblüten, tendiert aber stark ins Braune. Gut sollte auch Malvenblüten funktionieren. Für Zartrosa gehen rote Rüben und Blaubeeren (nur bedingt haltbar). Die Drogerie hat natürlich eine schöne Auswahl an natürlichen Farben, die ganz neue und kräftigere Töne herausbringen: zu nennen natürlich Indigo (blau), Koschenille (rot, lila), Krapp (rot). Wer zusätzlich Geld ausgeben möchte!! PERSÖNLICHE TIPPS Mehr Info im Netz unter: http://www.filzlexikon.de http://www.seilnacht.tuttlingen.com http://www.brigitte.de ----------------------------------------------------------------------- * Knauserer des Monats: Ingvar Kamprad (IKEA) Der schwedische Bauernsohn und gelernte Tischler baute mit 17 Jahren einen Versandhandel auf, aus dem sich seit den 1950er Jahren ein weltweit erfolgreiches Möbel- und Einrichtungshaus entwickelte. Ingvar Kamprad verdankt diesen Erfolg dem einzigartigen Unternehmenskonzept von IKEA, das dessen typische Kombination von preisgünstigem und qualitativ gutem Angebot hervorbrachte. Zu seiner genialen Geschäftsidee ist er noch ein vorbildlicher Knauserer und kein verschrobener Geizhals. Chef der Schwedischen Möbelmultis IKEA, bleibt trotz seines Reichtumes von 2,5 Mrd. EUR nüchtern und zurückhaltend. - Der Ikea-Gründer frühstückt nur, wenn das Frühstück im Hotel-Preis inbegriffen ist - und fährt statt Taxi lieber Bus und Straßenbahn. - Als seine Schweizer Filiale einen alten Volvo ausrangierte, soll er den Wagen persönlich übernommen haben. - Mit Mitarbeitern schließt er Wetten um eine "halbe" Flasche Whisky ab. - Zu Geschäftsterminen benutzt er die öffentlichen Verkehrsmittel. "Sie sind billig und man trifft die Leute des Landes und hat so schon einen Wissensvorteil über ihre Gepflogenheiten und ihre Art." Natür- lich fährt er nur zweiter Klasse. - Geflogen wird nur Economy class, geschlafen nur in 3-Sterne-Hotels, wobei er beim Frühstück anständig zulangt (dazu steht er!). - Seine Geschäftspartner führt er in Restaurants für "Normalsterbliche", in Gourmettempeln mit ebensolchen Preisen sieht man ihn dafür nicht. Wenn es sein muss, gibt es für die Geschäftspartner auch mal nur Ham- burger. - Fotografien belegen: Kamprad kleidet sich billig und unauffällig. - und so ist es auch eines seiner Firmenmottos: "Jede Krone (schwed. Währung) ist eine Krone." auf gut österreichisch: "Wer den Groschen nicht ehrt, ist den Schilling nicht wert." Und er wird nicht müde zu betonen, dass er diese Sparsamkeit als Kind in seiner kargen schwedischen Heimat gelernt habe. ----------------------------------------------------------------------- * Chaos im Briefkasten: Stoppt die Werbeflut Gerade vor Weihnachten war es wieder besonders schlimm. Kiloweise kamen die Postwurfsendungen hereingeflattert. Da habe ich mir geschworen: nieder mit dieser Werbeflut! Schritt 1: An einen Haushalt Wer auf Zusendungen "an einen Haushalt" im Briefkasten verzichten möchte, unterchreibt am Postamt eine entsprechende Erklärung. (Melde- zettel und Lichtbildausweis nicht vergessen). Man erhält (in Österreich) einen gelben Aufkleber mit der Aufschrift: Bitte keine Postsendungen ohne persönliche Anschrift Das sollte schonmal sämtlichen Postwurfsendungen von Möbelhäusern, Supermärkten, Spielwarengroßmärkten den garaus machen. Ein Riesen- schritt! Schritt 2: Persönlich adressierte Werbung Ein Teil dieser Werbung wird durch einen Eintrag in die Robinson-Liste vermieden. Einfach eine Postkarte mit entsprechendem Text verschicken: in Österreich: Fachverband Werbung der Wirtschaftskammer Österreichs, Wiedener Hauptstraße 63, 1045 Wien in Deutschland: DDV - Deutscher Direktmarketing Verband, Stichwort Robinson-Liste, Postfach 1401, 71243 Ditzingen in der Schweiz: SDV-Robinsonliste, Riedstrasse 1, Postfach, 6343 Rotkreuz Lesern anderer Länder biete ich an, beim Aufspüren einer Robinson- Liste behilflich zu sein. Oder kennt jemand eine Adresse, die für andere Leser aus euren Ländern interessant wäre? Wie schaut es aus in Tschechien, Italien, den Niederlanden, Israel, den USA, Korea, Litauen, Polen, Lichtenstein, Luxenburg, Argentinien, Brasilien, Norwegen, Südafrika ... (Schöne Grüße und gutes Neues Jahr an dieser Stelle ganz speziell an euch! Hoffentlich habe ich jetzt keine Länderendung übersehen.) Es gibt auch eine ähnlich-lautende Initiative gegen Spam: http://robinsonlist.de/ - versuchen kann man's ja. Schritt 3: Werbung, die mit der Telefonrechnung kommt Direkt beim Telefonanbieter abbestellen! Schritt 4: Werbung an der Türe Auch dafür gibt es einen Aufkleber, der in Österreich unter Kennwort „Bitte kein Reklamematerial“ Postfach 7000, 1171 Wien erhältlich ist (mit frankiertem Rückumschlag!). Wer diesen Kleber ignoriert und trotzdem Werbemüll vor der Haus- türe ableert, kann mit einer Besitzstörungsklage belangt werden. Für andere Länder habe ich eine solche Einrichtung nicht herausfinden können. Mit diesen 4 Schritten dürfte man den größten Teil der Flut einge- dämmt haben. Schritt 5: Alle Abos/Newsletters etc. durchschauen und notfalls abbestellen Bei mir wäre es der Heise-Verlag, bei dem ich mal einen Babykatalog angefordert und daraufhin den normalen Katalog halbjährlich bekommen habe. Der Firma Jokers werde ich vorschlagen, auch auf den Katalog zu verzichten. Im Internet ist die Auswahl größer. Und bei der Metro werde ich auch mein Glück versuchen, denn die Fahrt in den 40 km entfernten Metromarkt lohnt nicht. Und was jetzt noch durchkommt dürfte ein Bruchteil sein, von dem was bis jetzt im Briefkasten lag. Eine sinnvolle Verwendungsmöglichkeit hätte ich noch für diesen Rest: ich sichte ständig meine Post nach netten Bildern. Die schneide ich aus und klebe sie in ein Heft. Wenn es dann schön bunt ist, wird es ein praktisches Bilderbuch für Sebastian. ----------------------------------------------------------------------- * Energiesparprodukte vom Fachmann Manchmal nehme ich die E-Mail-Nummern meiner Leser und schaue, ob sie Homepages haben. Neulich stieß ich dabei auf einen wahren Fachmann zum Thema Energiesparen. Herr Landau führt in Stuttgart ein Geschäft mit wirklich interessanten Produkten. Infos unter www.fotovoltaikanlagen.de Natürlich kann man solche Fachleute nicht einfach schweigend den Knauserer lesen lassen. Und hier die Tipps vom Fachmann: VOLLSPEKTRUMLAMPEN Zum Thema Energiesparen kann ich eine neue Vollspektrumlampe empfehlen, die erheblich besseres tageslichtähnliches Licht erzeugt als die üblichen Energiesparlampen. Abgebildet auf unserer Homepage: www.fotovoltaikanlagen.de Dadurch wird die eine oder andere alte energiefressende Glühlampe vielleicht doch noch ins Ersatzteilkämmerchen verbannt. Der Aberglaube Energiespar- lampen brauchen beim Einschalten mehr Strom oder sind nicht hell genug wird mit diesen Lampen entwertet. Wichtig ist aber, daß die Lampe in die Leuchte passt. Am besten ist übrigens ein offener Lampenschirm damit das Licht auch richtig auf die zu lesende Zeitung ect. trifft. (Anm. der Redaktion: besonders der letzte Satz hat mich bewogen mal durch die Wohnung zu laufen und zu schauen, ob meine Lampen optimal ausgerichtet sind. SIE WAREN ES NICHT!!!) WASCHMASCHINENVORSCHALTGERÄT Weiterhin findet sich auf unserer Homepage auch ein Waschmaschinen- vorschaltgerät, speziell für Haushalte, die bereits eine Solaranlage besitzen und die Waschmaschine mit warmem Wasser betreiben wollen, was ca. 4/5 der Energie der Waschmaschine spart. HEIZUNGSVENTILE Oder ein Heizungsventil, das mit einer Zeitschaltuhr gekoppelt ist und die Heizung zum gewünschten Zeitpunkt automatisch ein- oder ausschaltet und sogar herunterregelt, wenn das Fenster geöffnet wird. Das kann bis zu 30% der Energie sparen. TOILETTENSPÜLUNG Zum Thema Wassersparen mit der Toilettenspülung fallen mir gerade auch noch ein paar Tricks ein. Jeder sieht auf seiner Wasserrechnung+Abwasser- rechnung mittlerweile,daß sich das Sparen lohnt. Es gibt also verschiedene Methoden um die Wassermenge, die beim Spülen aus dem Kasten kommt zu dosieren. Eine schlecht geeignete ist einen Backstein in den Wasserkasten zu legen. Das Wasser sollte natürlich für die großen Geschäfte noch reichen. Meist kann der Schwimmer per Drehrad optimal eingestellt werden und es läuft viel weniger Wasser in den Kasten. Die einfachste Methode ist wohl im Baumarkt so ein kleines Gewicht zu kaufen und in den bewegten Mittelteil einzuhängen, damit der gleich wieder heruntergedrückt wird. Das lässt sich natürlich mit jeder dicken Schraube an einem Draht befestigt, erledigen. Beim Loslassen des Drückers stoppt sogleich die Spülung. Oder bei manchen Spülkästen findet man ein Gelenk, daß man mit einem Draht umwickeln kann. dadurch läßt sich beim hochziehen des Drückers die Wassermenge stoppen. (Funktioniert bei manchen Toiletten sowieso unbemerkt). UND NOCH WAS FÜR EXTREMKNAUSERER Die wirklichen Oberknauserer suchen sich auf dem Sperrmüll einen alten Kühlschrank, sägen ein Loch oben hinein....puh...usw....und verwenden das Endprodukt als Kompost. Eine genaue Anleitung dieses alternativen wasserfreien Klo´s findet sich bestimmt im Internet. Also nicht vergessen: www.fotovoltaikanlagen.de!! ----------------------------------------------------------------------- Mit kleinen Tipps viel sparen! Franziska vergißt mich auf im Weihnachtsfieber nicht: Lockenwickler selbstgemacht für Gelegenheitslockenträger: Einfach Pfeifen- putzerdraht zu einem schmalen U biegen, Haarspitzen in das U hineinstecken und aufwickeln. Überstehenden Draht umbiegen - fertig. Weihnachtsgeschenke für Kinder: alle kleinen Puppenmuttis bekommen heuer von mir (genauso wie voriges Jahr) selbstgenähte/gestrickte Puppenkleidung. Ist eine gute Verwertungsmöglichkeit für Stoff- und Wollreste und die Kinder waren voriges Jahr schwer begeistert. (Anm. d. Redaktion: gratis Schnittbögen geistern im Internet zuhauf herum) Auch von Beate ein verspäteter Weihnachtstipp (das nächste kommt sicher!) Zur Weihnachtsbäckerei: Wer schnell und einfach etwas Weihnachtliches backen will, dem empfehle ich Oma Beates Weihnachtskuchen. Einfach einen Rührkuchen mit 500 gr Mehl backen, zum Mehl ein Päckchen Lebkuchengewürz (nächstes Mal mache ich es nach dem Knauserrezept selber) und Kakao nach Gefühl (ca. 2 gehäufte Eßlöffel), evtl. noch etwas Milch, damit der Teig die normale Konsistenz hat, und dann den Kuchen ganz normal backen. Wer möchte, kann noch Sterne oder Tannenbäume aus Butterbrotpapier oder alten Bäckertüten ausschneiden, auf den fertigen Kuchen legen und dann Puderzucker darüber sieben. Die Papiersterne entfernen, sie sind dann dunkel im hellen "Puderzuckerschnee" (oder umgekehrt, die Sterne ausschneiden und das Papier auf den Kuchen legen, dann sind die Sterne oder Tannenbäume weiß). Der Kuchen sieht schön aus und schmeckt richtig nach Weihnachten. Wer den Kuchen für Weihnachten backen will und vielleicht schon am 23.12., der sollte ihn mit Schokoladenguß überziehen und ins kalte Zimmer stellen, dann trocknet er nicht aus. Noch ein schöner Hinweis von Beate, woran ich nicht gedacht hätte: bei mir war neulich der Waschmaschinenmechaniker und er hat mir u. a. den Tip gegeben, die SPÜLMASCHINE öfter mit der höchsten Temperatur (bei mir 75 Grad) laufen zu lassen, weil sich sonst Fett an unzugänglichen Stellen und in den Schläuchen festsetzt. Das sollte vielleicht nicht unerwähnt bleiben neben dem Tip, mit niedriger Temperatur zu spülen. ----------------------------------------------------------------------- Helfen Sie sparsame Ideen zu finden! Diese Rubrik soll helfen, verschiedene Ideen meiner Leser zu (bislang) nicht geloesten Problemen zu finden. Die besten Einsendungen werden im naechsten Knauserer veroeffentlicht. Eure kreativsten Energiespartipps!!!!! ----------------------------------------------------------------------- Impressum: Der Knauserer ist ein kostenloses E-Zine, das ca. 12mal jaehrlich erscheint. Herausgeber: Michaela Mauracher, mau@surfeu.at - www.knauserer.com